Die Europäische Union treibt die Digitalisierung und Harmonisierung von Führerscheinen weiter voran. Für deutsche Autofahrer und Neubürger ergeben sich daraus praktische Änderungen.
Der digitale EU-Führerschein
Die neue Richtlinie sieht die schrittweise Einführung eines EU-weit anerkannten digitalen Führerscheins auf dem Smartphone vor, der parallel zur physischen Karte gilt. Kontrollen sollen künftig auch per App-Vorzeigen möglich sein.
Neue Probezeitregeln
Für Fahranfänger werden die Vorschriften zur Probezeit verschärft: Verstöße können künftig EU-weit stärker geahndet werden, was besonders für grenzüberschreitend Pendelnde relevant ist.
Grenzüberschreitende Fahrverbote
Ein zentrales Element der Reform ist die gegenseitige Anerkennung von Fahrverboten zwischen EU-Mitgliedstaaten. Wurde einem Fahrer in einem Land die Fahrerlaubnis wegen einer schweren Ordnungswidrigkeit entzogen, soll dies künftig auch in anderen Mitgliedstaaten wirksam werden.
Für Umschreibungen und Neuausstellungen in Deutschland bedeutet dies: Wer im EU-Ausland ein laufendes Fahrverbot hat, kann sich diesem nicht mehr durch einen Wohnsitzwechsel entziehen.